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Innovationsfonds – EsFoMed

Projekttitel:
Rehabilitative Kurzzeitpflege („REKUP“) im stationären Umfeld –
Ein Versorgungskonzept für Versicherte mit und ohne bestehende Pflegebedürftigkeit

Hintergrund und Ziel des Projekts:
Bei Entlassung aus einer stationären Behandlung verfügen Patient*innen trotz vorhandenem Rehabilitationspotential, positiver Prognose und Rehabilitationsbedarf häufig nicht über die erforderliche Rehabilitationsfähigkeit, sodass sie zunächst nach Hause oder in Pflegeeinrichtungen entlassen werden.

Das Konzept der rehabilitativen Kurzzeitpflege (REKUP) sieht eine trägerübergreifende (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) Ergänzung der Leistungsinhalte der stationären Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI, § 39c SGB V) um multidisziplinäre rehabilitative Maßnahmen im Setting der Rehabilitation vor. Das Ziel ist eine Verbesserung der Versorgung an der Schnittstelle zwischen Akut- und Rehabilitationsbehandlung für noch nicht rehabilitationsfähige Patient*innen mit vorhandenen Besserungspotenzialen und günstiger Rehabilitationsprognose. Im Rahmen einer Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW) wird zudem ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickelt, um einen nahtlosen Übergang von rehabilitativer Kurzzeitpflege zu Rehabilitation trotz Trägerwechsel zu gewährleisten.

Im Rahmen, der vom Innovationsfonds, geförderten prospektiven multizentrischen Beobachtungsstudie wird die neue Versorgungsform für geriatrische Patient*innen (mit/ohne vorbestehender Pflegebedürftigkeit) und unfallchirurgisch-orthopädischen Patient*innen erprobt. EsFoMed ist dabei für die gesundheitsökonomische Evaluation auf Basis von Routinedaten zuständig.

Zeitraum:
01.09.2019 bis voraussichtlich 31.08.2023

Konsortialpartner:
AOK Baden-Württemberg (Konsortialführung), Institut für Rehabilitationsmedizin (IFR Ulm), Lehrstuhl für Geriatrie, Universität Heidelberg, Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Medizinmanagement, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Projekttitel:
Ein Programm zur niedrigschwelligen Identifikation und Behandlung von Hörstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung (HörGeist)

Hintergrund und Ziel des Projekts:
Menschen mit geistiger Behinderung geistiger Behinderung leiden vermehrt an Hörstörungen (mindestens 15% dieser Menschen sind von Hörstörungen betroffen). In vielen Fällen sind die Hörstörungen nicht bekannt und diese Menschen werden nicht adäquat versorgt. Mit dem Projekt HörGeist soll ein Programm für ein systematisches Hörscreening, mit Hördiagnostik, Therapieeinleitung und langfristigem Monitoring in der Lebensumgebung von Menschen mit geistiger Behinderung (Kindergärten, Schulen, Werkstätten, Wohnbereich) erprobt werden. Vor dem Hintergrund, dass die Betroffenen ihre Hörminderung meist nicht selbst beklagen oder ihr nachgehen würden, soll so eine Möglichkeit geschaffen werden, die Versorgung für die Population zu verbessern.

Die neue Versorgungsform wird im Rahmen einer prospektiven Kohortenstudie untersucht, bei der Menschen unterschiedlichen Alters mit geistiger Behinderung in ihrem Lebensumfeld ein Hörscreening und – bei vorliegender Hörstörung – eine sich anschließende Referenzdiagnostik sowie Therapieeinleitung bzw. Kontrolle einer bereits laufenden Therapie erhalten. Ein Jahr später erfolgt eine wiederholte Hörtestung mit Prüfung des bisherigen Therapieoutcomes.
Um die Inanspruchnahme klinischer Institutionen zu prüfen (bisherige Versorgungsform), erhalten zudem Menschen mit geistiger Behinderung über ihre Familien eine Einladung in eine wohnortnahe Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie zu einer Hörtestung.

Zur Abschätzung der langfristigen Kosteneffektivität nimmt EsFoMed eine gesundheitsökonomische Modellierung vor. Damit wird ein Vergleich der Versorgung durch das HörGeist-Programm mit dem Verzicht auf das Programm und einem Beibehalt der Regelversorgung angestrebt, um die Effektivität und Kosteneffektivität der neuen Versorgungsform abzubilden.

Zeitraum:
01.08.2020 bis voraussichtlich 31.07.2023

Konsortialpartner:
Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie Universitätsklinikum Münster, Lehrstuhl für Pädagogik und Rehabilitation lautsprachlich kommunizierender Menschen mit Hörschädigung, Universität Köln, Kompetenzzentrum für Klinische Studien Bremen, Universität Bremen, Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Medizinmanagement, AOK Rheinland/Hamburg

Projekttitel:
Medizinischer Kinderschutz im Ruhrgebiet (MeKidS.best)

Hintergrund und Ziel des Projekts:
Die AWMF S3-Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz wurde im Februar 2019 veröffentlicht. Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt MeKidS.best hat das Ziel, die Einführung eines standardisierten und sektorenübergreifenden medizinischen Kinderschutzes zu erproben und die Möglichkeit zu schaffen, lokale und regionale Netzwerke auf- und auszubauen. Dieses Vorhaben wird in den teilnehmenden Kliniken sowie den rekrutierten niedergelassenen Praxen evaluiert. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Evaluation der Versorgungsprozesse im Abgleich mit den Vorgaben der AWMF S3 Kinderschutzleitlinie. Dabei wird untersucht inwieweit eine leitliniengerechte Detektion, Diagnostik und Initiierung von Hilfemaßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung möglich ist. Gleichzeitig wird evaluiert, ob durch begleitende Strukturierungs-, Informations- und Schulungsmaßnahmen im Verlaufe des Projektes eine Optimierung der Konformität zur Leitlinie realisiert werden kann.

In diesem Projekt ist EsFoMed für die Erfassung der Ressourcenverbräuche im Rahmen der Detektion, Diagnostik und Initiierung von Hilfemaßnahmen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zuständig. Diese wird Grundlage sein, um entsprechende Vorschläge für zukünftige Vergütungs- und Finanzierungsstrukturen zu entwickeln.

Zeitraum:
01.09.2019 bis voraussichtlich 28.02.2023

Bei Interesse am Projekt und für weitere Informationen zu Konsortialpartnern oder Veranstaltungen besuchen Sie gerne die Website zum Projekt: https://mekids-best.de/

Projekttitel:
Evaluation der Psychotherapierichtlinie (Eva PT-RL)

Hintergrund und Ziel des Projekts:
Die Psychotherapie-Richtlinie (PT-RL) regelt die Psychotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung. Aufgrund der Diskussion um Wartezeiten und inadäquate Versorgung von Betroffenen wurde 2016 eine Strukturreform der Psychotherapie verabschiedet, die 2017 in Kraft getreten ist. Ziel der Reform war es durch neue Elemente, wie die psychotherapeutische Sprechstunde, die psychotherapeutische Akutbehandlung, Maßnahmen zur Rezidivprophylaxe und Förderung der Gruppentherapie den Zugang zur Psychotherapie und den gesamten Versorgungs- und Behandlungsverlauf zu verbessern.

Ziel des vom Innovationsfonds geförderten Projektes ist die Evaluation der neu eingeführten Versorgungselemente der Psychotherapie-Richtlinie bezüglich des Zugangs zur Psychotherapie sowie des Behandlungs- und Versorgungsverlaufs insgesamt. Zudem sollen Schwierigkeiten der Implementierung und Verbesserungspotentiale identifiziert werden.

Im Rahmen des Projektes werden Betroffene, Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene, und Hausärzte zu Erfahrungen mit den neuen Elementen befragt. Als weitere Datenbasis dienen in diesem Projekt Routinedaten der beteiligten Krankenkassen sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). In diesem Projekt führt EsFoMed die Evaluation durch.

Zeitraum:
01.08.2020 bis voraussichtlich 31.07.2023

Konsortialpartner:
AOK Bundesverband, Barmer, Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e.V. (BKJPP), Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland e.V. gegr. 1953 (VAKJP), Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Medizinmanagement


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